Laufende Updates zu Tests, Zubehör und Marktbeobachtungen aus dem VR-Umfeld.

Pimax stellt die Crystal Super vor: neues High-End-VR-Headset feiert Premiere auf der CES 2026

Auf der CES 2026 hat Pimax ein neues VR-Headset gezeigt, das sich klar an anspruchsvolle PC-VR-Nutzer richtet: die Pimax Crystal Super. Nach ersten Ankündigungen in den vergangenen Monaten wurde das Gerät in Las Vegas erstmals als finales Modell öffentlich präsentiert und vorgeführt. Damit wird deutlicher, wohin die Reise geht – und für wen dieses Headset gedacht ist.

Die Crystal Super ist kein Allround-Headset für Gelegenheitsspieler, sondern ein Modell für Nutzer, die maximale Bildschärfe und Detaildarstellung suchen, etwa für Flugsimulatoren, Rennsimulationen oder komplexe VR-Welten. Entsprechend setzt Pimax auf sehr hoch auflösende Displays und eine modulare Bauweise, die das Headset langfristig flexibel halten soll.

Zwei Display-Varianten, ein gemeinsames Ziel: mehr Bildqualität

Pimax bietet die Crystal Super in unterschiedlichen Varianten an. Besonders im Fokus stand auf der CES die Version mit Micro-OLED-Displays, die pro Auge fast 4K-Auflösung liefern. Diese Technik sorgt vor allem für sehr hohe Schärfe und kräftigen Kontrast – dunkle Szenen wirken deutlich tiefer, helle Elemente klar abgegrenzt. Gerade in Cockpits, Nachtflügen oder Weltraumsimulationen ist das ein spürbarer Vorteil.

Alternativ gibt es eine QLED-Variante, die auf hohe Helligkeit und eine etwas andere Bildcharakteristik setzt. Beide Versionen lassen sich über austauschbare Module realisieren. Das bedeutet: Das Headset selbst bleibt gleich, während Display- und Linseneinheiten später gewechselt oder aufgerüstet werden können.

Modulares Konzept statt Wegwerf-Headset

Genau dieses modulare Prinzip ist eines der zentralen Merkmale der Crystal Super. Pimax möchte damit vermeiden, dass Nutzer bei jeder technischen Weiterentwicklung ein komplett neues Headset kaufen müssen. Stattdessen soll es möglich sein, einzelne Komponenten auszutauschen – etwa wenn neue Display-Technik verfügbar wird.

Für Käufer ist das vor allem langfristig interessant, denn High-End-VR-Hardware ist teuer und wird oft mehrere Jahre genutzt. Ob dieses Konzept in der Praxis aufgeht, wird sich erst zeigen, doch der Ansatz hebt sich deutlich vom üblichen Marktmodell ab.

Tracking ohne Zusatzhardware – aber offen für SteamVR

Die Crystal Super nutzt standardmäßig kamerabasiertes Inside-Out-Tracking. Das bedeutet, dass keine externen Sensoren im Raum benötigt werden, um die Bewegungen des Nutzers zu erfassen. Für viele ist das der einfachste Einstieg, da der Aufbau schnell erledigt ist.

Wer bereits ein SteamVR-Setup besitzt oder maximale Präzision benötigt, kann das Headset zusätzlich mit Lighthouse-Tracking nutzen. Damit bleibt Pimax flexibel und spricht sowohl Neueinsteiger im PC-VR-Bereich als auch erfahrene Sim-Fans an.

Eye-Tracking soll Leistung sparen

Bei der hohen Auflösung der Crystal Super spielt auch die Leistung des PCs eine wichtige Rolle. Pimax setzt deshalb auf integriertes Eye-Tracking. Das System erkennt, wohin der Nutzer gerade blickt, und kann das Bild in diesem Bereich mit voller Qualität darstellen, während der Rest etwas weniger Rechenleistung benötigt.

In der Praxis kann das helfen, die hohe Bildqualität auch auf aktuellen Grafikkarten nutzbar zu machen. Pimax nennt als Mindestanforderung eine RTX-2080-Grafikkarte, empfiehlt aber deutlich stärkere GPUs für ein flüssiges Erlebnis.

Preis und Einordnung

Die Crystal Super positioniert sich klar im oberen Preissegment. Je nach Variante liegt der Preis bei rund 1.800 bis über 2.000 US-Dollar, zuzüglich Steuern und Versand. Inzwischen hat Pimax auch eine offizielle Preisempfehlung für Deutschland genannt. Die Pimax Crystal Super soll hierzulande 2.085,00 Euro inklusive Mehrwertsteuer kosten. Damit ist das Headset keine Massenware, sondern ein Nischenprodukt für Enthusiasten, die bewusst in hochwertige VR-Hardware investieren möchten.

Mit der Präsentation auf der CES 2026 hat Pimax gezeigt, dass die Crystal Super nicht nur ein Konzept bleibt, sondern als echtes Produkt marktreif ist. Ob sie sich im Alltag durchsetzt, hängt nun vor allem davon ab, wie zuverlässig die Technik im Langzeiteinsatz funktioniert – und wie gut Pimax sein modulares Versprechen in den kommenden Jahren einlöst.